Die Hochschulgruppe der Piraten Jena hat den Vorstoß der Jungen Union, Studierendenräte abzuschaffen und die Gelder den Hochschulen zuzuleiten, mit größten Bedenken zur Kenntnis genommen. Die Studierendenräte sind bislang die Interessenvertretung der Studierenden an den Hochschulen und eine wichtige Stütze der studentischen Selbstverwaltung.

„Die Abschaffung dieser Interessenwahrnehmung würde bedeuten, dass zukünftig selbst Schüler über die Schülersprecher mehr Einfluss an ihren Schulen hätten als die Studierenden an ihren Universitäten und Fachhochschulen.“ kommentierte Anett Simon.

Darüber hinaus wäre dieser Schritt eine versteckte Einführung von Studiengebühren. Bislang zahlen Studierende einen Teil ihrer Semesterbeiträge auch an den StuRa. Die Universität hat keinen Einfluss auf die Verwendung dieser Gelder. Dieses Geld zukünftig in die Lehre zu investieren, wie es die Junge Union fordert, heißt die Kosten für die Lehre wieder auf die Studierenden umzulegen.

„Die Junge Union arbeitet hier mit Taschenspielertricks, um das Ziel von allgemeinen Studiengebühren zu erreichen“ so Simon weiter „Damit ist klar, dass hier nicht die Interessen der Studierenden vertreten werden.“

Die Studierendenräte werden auch zukünftig als starke Stütze für studentische Interessen an den Hochschulen gebraucht.Die Hochschulgruppe der PIRATEN Jena befürchten, dass mit dem StuRa eine wichtige Instanz der studentischen Selbstbestimmung wegfallen wird und lehnen den Vorschlag der Jungen Union vehement ab.